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RUMS #25/2017 - Großprojekt Teil V

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Dezent verspätet. Der Juni geht in sein letztes Drittel, und hier ist mein Maiblock.  Nunja, manchmal isses halt einfach so. Das echte Leben, der schwarze Hund, ein Kleiderschrank, dessen Inhalt nach der Familiengründungszeit irgendwie mal überholt werden könnte, plus ein Onlineshop, der komplett neu aufgesetzt werden muß. Nicht zu vergessen mein Hang zur Prokrastination und eine Woche SPO - aber nun ist er fertig: mein Dutchman's Puzzle nach dem Tutorial von greenfietsen, und mit Fehler. Na, wer sieht's? 

Ich weiß noch nicht so genau, ob ich den so wie oben, oder so wie unten besser finde. Oder ob ich ihn nochmal ganz aufmachen und richtig zusammensetzen muß. Ich denk noch drüber nach, während ich den Juniblock, der immerhin schon zugeschnitten ist, hoffentlich richtig zusammennähe. 

Dieser Block jedenfalls darf heute zu RUMS. Wenn jemals etwas für mich war, dann die Entdeckung, wie meditativ Patchworknähen sein kann, und wie gut ich mein Gedankenkarussell damit in Schach h…

Ein neues Kleid für Pippi Langstrumpf

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Meine beiden ältesten Töchter haben eigentlich ausreichend Kleider. Vor zwei Jahren habe ich bei einem Minisandkastentreffen mal einen ganzen Schwung zu klein gewordener Kleider bei Kerstin vom Nähzirkus für einen wirklich schmalen Taler erstanden, und die sind so schön, dass meine Damen bisher eigentlich keinen Bedarf hatten, außer vielleicht mal ein schnelles Trägerkleid oder so. 
 Aber dann hat die Erbsenprinzessin zum Probenähen für ein so tolles Kleiderschnittmuster aufgerufen - ich bin echt froh, dass ich dabei sein konnte. Das "geteilt-durch-Kleid" ist ein Knaller, so viele Varianten habe ich noch bei keinem Schnitt erlebt, und jedes Mal sieht es ganz anders aus. 
Hier für die Pippi in 116, geteilter Rücken mit angesetztem, leicht gekräuseltem Rockteil. Vorderteil schlicht mit Beleg und kleinem Ausschnitt. Genau richtig für little Miss ichmachmirdieWeltwidewidewiesiemirgefällt. 

Hier der schlichte kurze Ärmel. Es geht aber auch ein langer Ärmel, oder eine Variante mi…

Mama, erzähl von dir und Hamburg

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Ich hab es nicht gekauft, als ich gestern mittag davorstand. Als ich am Abend ganz heimwehkrank wieder in Berlin gelandet war, habe ich in der Buchhandlung angerufen. Sie schicken es mir.  (der Mann liest gerade den ersten Satz, und findet mich ein bißchen doof, weil ich es nicht gleich gekauft hab. Ich hab mich nicht getraut, ich wohn ja immerhin schon so lange nicht mehr da. Ich und Hamburg, das gibt's ja so gar nicht mehr)

 Ich liebe die Heinebuchhandlung im Hamburger Grindelviertel. Ich weiß gar nicht, wieviel Zeit ich da während meines Studiums alleine draußen an den Tischen mit preisreduzierten Büchern verbracht habe. Gestern, nach einem Kontrolltermin beim Zahnarzt und auf dem Weg zum Treffen mit einer ehemaligen Arbeitskollegin, bin ich wieder mal hängengeblieben. Und habe eine halbe Stunde lang alle möglichen Bücher in der Hand gehabt, reingelesen, wieder weggelegt, weitergeguckt. Das war so schön.
Ich war in Hamburg, wiedermal, und allein. GANZ allein, alle Kinder waren …

Warum gehst du nicht zum Arzt?

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Fragte meine Mama gestern Abend am Telefon. "Ich würde halt nicht da sitzen und sagen, so ist es jetzt, sondern zum Arzt gehen."

Ja, Mama. Wenn ich mir etwas davon verspräche, ginge ich hin. Ich versprech mir aber nichts davon, also lass ich es.

Der schwarze Hund ist da. Und er ist ungefähr so groß wie eine Dänische Dogge, macht sich breit, stört, nervt, lähmt und blockiert mich. Seit Wochen schon, am Anfang im Chihuahua-Format, und ob bei der Dogge jetzt mal Schluß ist, weiß ich noch nicht. Aber ich hoffe es, ich kann das nämlich eigentlich nicht mehr aushalten so. Es ist tiefschwarz, öde und verlassen, da, wo ich meine Seele vermute.


Interessanterweise ist dieses Gefühl irgendwo zwischen Herz und Magen angesiedelt, und es ist wie ein Klotz, der alles blockiert - Appetit habe ich keinen, Entspannung finde ich keine, und gleichzeitig fällt mir alles wahnsinnig schwer, als würde ich durch Sirup waten. Es ist so anstrengend. Dazu kommt das Chaos hinter der Stirn, meine Gedanke…

RUMS #18/2017 Streifenliebe im kühlen Frühling

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Ey!
Das war wohl der gefühlt kühlste April seit mindestens sechs Jahren, oder? *schnatter*. Ich mein, es muß ja nicht im April schon 24° haben oder so, aber so ein klein bißchen mehr als 10° und bitte kein Nachtfrost mehr, das wäre doch schön? Unsere Apfelblüten vor dem Fenster haben sehr gelitten, und die Kinder haben die letzten Wochen auf dem Weg in den Kindergarten jeden Morgen die Blüten der Obstbäume in der Kleingartenanlage auf Frostschäden überprüft. Ich fürchte, Kirschen werden teuer diesen Sommer.

Wir haben jedenfalls ziemlich gefroren die letzten Wochen, nicht zuletzt, weil unser Holzofen in der Wohnküche keine Betriebserlaubnis mehr hat, wir über einen neuen gerade mit dem Vermieter noch verhandeln und irgendwie nicht so geübt sind darin, diesen Raum mit drei Außenwänden mittels der Zentralheizung auf eine angenehme Temperatur zu heizen. Es ist entweder stickig, oder zu kühl *ningel*

Alles in allem also ausreichend gute Gründe für einen neuen Kapuzenpulli. Den Strickjersey…

RUMS # 17/17 - Großprojekt Teil IV

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Ein Drittel des Jahres ist quasi vorbei. Sichtbar an vier fertigen Blöcken des Jahresprojekts von 6 Köpfe 12 Blöcke, und so spät wie diesmal, war ich noch in keinem Monat dran. Leben 1.0 und so, hier ist momentan für meinen Geschmack ein bißchen viel, was anliegt, und ein bißchen viel zu wenig Zeit für die dicke Berta, ich würde sososo gerne mehr Nähzeit haben.  Macht ja aber nix, der April hätte sogar noch vier Tage gehabt, zum fertigwerden. Mein Dreden Plate aber darf schon heute zum RUMS, der ist nämlich, abgesehen von ein paar noch nicht abgeschnittenen Fädchen (*hust*)
 Voilà. Nicht perfekt, wie üblich, und das fällt bei diesem Muster besonders auf, aber es stört mich interessanterweise gar nicht so sehr. Die türkisgemusterten Blümchen sind nicht ganz auf 12 und 6 Uhr, der Birnenkreis hat eine kleine Delle. Nunja. Ich hab noch nie ein Dresden Plate genäht vorher, und für den ersten Anlauf finde ich das schon ganz gut. Die Erklärung, diesen Monat von der quiltmanufaktur, war wied…

RUMS #15/2017 - Ein Oster MugRug

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Da ist es wieder, das "ich bin so dermaßen gehetzt"-Gefühl... ich kann das nicht ab, finde aber weiterhin keinen Ausstieg aus dem Hamsterrad vor größeren Festen. Ostern ist hier glücklicherweise einige Nummern kleiner, als Weihnachten und wir fahren auch weg, die Kinder und ich. Sehr schön, brauch ich zuhause schonmal nicht dekorieren. Ich werd wohl in diesem Leben keine Dekofee mehr, aber so ganz ohne? Wenn die Kinder dauernd neue Kunstwerke mitbringen, aus Schule und Kindergarten? Auch blöd. 
Wie gerufen kam mir daher das Tutorial von greenfietsen für ein MugRug in Eiform. Ein MugRug wollte ich ewig schonmal nähen, das fällt in die Kategorie "brauch ich nicht, sieht aber so hübsch aus", und so hab ich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. 
 Ein paar Lieblingsstoffrestfitzelchen, die mir ab sofort zumindest in der Osterzeit Gesellschaft leisten. Dummerweise habe ich die Nahtzugabe auch an der Wendeöffnung so weit zurückgeschnitten, dass ein sauberes Einschlag…

Freitag ist Freutag. Heute mit Streifen de Luxe

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Guten Morgen, Sonnenschein. Heute ist ein wunderbarer Tag. Die schönste Nachricht habe ich schon bekommen, eine Freundin hat heute ihr Baby bekommen. An einem Tag wie diesem, sonnenhell und glasklar, mit dem Duft nach frischer Erde und Gras, einem knalleblauen Himmel und dem ersten hellgrünen Schimmer auf allen Bäumen. Kann es einen besseren Moment geben zur Landung? 
Frühling also, endlich, und hoffentlich so richtig, jetzt. Lange Spielplatznachmittage, sonnensatte sandige Kinder, klebrige Hände und dieser einmalige Geruch, den nur kleine Kinder haben, die den ganzen Tag draußen sind. Ich freu mich über diese Zeit, wenn die Natur wach wird und alles wieder neu und hoffnungsvoll ist. Da passt das neue Outfit der Mini bestens dazu.
 Vokuhila-Raglan, Teil II. Heute aus Jersey (der Schnitt ist grundsätzlich eher für Sommersweat ausgelegt, funktioniert meines Erachtens aber auch mit nicht zu labberigem Jersey oder leichtem Strick wunderbar), einem lange gehüteteten Reststück meines sehr…

Vokuhila - Lieblingsschnitt. Nein, keine Frisur

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Achtung, dieser Post enthält Reklame.
Und gleich zwei Trends, die alle Kinder in unserem Haus im Kleinkindalter durchlaufen haben, werden auch wieder aufgegriffen.

Der Reihe nach: zum Schlagwort "Vokuhila" fielen mir bisher eher echt fiese Friesen, als schicke Shirts ein. Vokuhila, die Standardfußballerfrisur meiner Kindertage, und ausnahmslos alle sahen sie wirklich verboten aus mit diesem Schnitt. Dass ein Vokuhilaschnitt auch super sein kann, und das Potential zum Kleiderschrankliebling hat, habe ich jetzt aber endgültig begriffen. Und das kam so: die Erbsenprinzessin hatte wieder zum Probenähen gebeten, und ich durfte wieder mitmachen. Diesmal keine Bux, sondern Shirtschnitte.

SEHR gerne, momentan scheint meine Bande sich nämlich verschworen zu haben: alle vier Kinder wachsen gleichzeitig, und in allen Fällen sind die zu erbenden Klamotten entweder jahreszeitlich unpassend, unauffindbar, oder so fadenscheinig, dass sie schon beim bloßen hingucken auseinanderfallen. Mal…